Jugendtag 2010

„Lasst euer Herz weit aufgehen!“ 2 Kor 6,13

Unter diesem Motto stand der 30. Jugendtag mit vorausgehender Sternwallfahrt im Kloster Untermarchtal am 27. - 30. Mai.
1800 junge Menschen machten sich aus allen Richtungen der Diözese zu Fuß, mit dem Rad oder Kanu auf den Weg nach Untermarchtal, um mit 3500 TeilnehmerInnen ein großes Fest des Glaubens zu feiern.
In Gebet, Meditation, Gottesdienst, 55 verschiedenen Gesprächskreisen und Mitmachaktionen entfaltete sich das Jugendtagsthema lebendig, kreativ und immer wieder neu die Herzen ansprechend: Einen Platz im Herzen eines Menschen zu haben, das wünschen sich wohl die meisten Menschen. So auch der Apostel Paulus, der nach Auseinandersetzungen ausgerechnet mit seiner Lieblingsgemeinde Korinth sein Herz ausschüttet und um Versöhnung bittet. Dabei geht es ihm um mehr als die Beilegung eines Streites. Viel Platz sollen die Korinther für Gott in ihrem Herzen haben, für seinen Frieden und die Weite seiner Liebe.


Vinzenz von Paul und Luise von Marillac, deren 350. Todestag in diesem Jahr gedacht wird, hatten ein weites Herz, das aufmerksam, wach und sensibel für die Nöte der Menschen war und sie zu Taten der Liebe drängte. Mit den Augen des Herzens hat ihre Liebe Hand und Fuß bekommen.

Weihbischof Dr. Johannes Kreidler ermutigte die jungen Menschen zu einer „Kultur des Herzens“, ihr Herz weit zu öffnen für die Nöte und Bedürfnisse der Menschen heute und der barmherzigen Liebe Gottes ein Gesicht zu geben.
Auch heute fallen Menschen „unter die Räuber“, ob Mobbing in der Schule, Arbeitslosigkeit, Kinderarmut, schwere Krankheiten – da sind die Augen des Herzens gefragt, die Not wahrnehmen und erfinderisch helfen wo sie können.

So wurden am Schluss Gutscheine an die Teilnehmer verteilt, die sie zu Möglichkeiten des Gutseins in ihrem Alltag einluden. Der hl. Vinzenz ermutigt dazu, wenn er sagt: „Habe ein Herz für die Armen – ohne Maß wird dann dein Herzensfriede sein.“


Zum Gelingen dieser Tage trug auch besonders die musikalische Gestaltung bei. Dem Chor „Symbolum“ aus Altkrautheim/Jagst, der Band „Symbolum“ aus Blaustein und der Band „Unter der Taube“ aus Giengen/Brenz gelang es, die Herzen mit ihrer Musik zu öffnen: füreinander, für die Botschaft Gottes, für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung.

Das frohe Fest konnten auch die Regenschauer nicht beeinträchtigen. Es zeigte sich, dass die jungen Menschen und die  Schwestern „wetterfest“ sind.


Den Text zum Jugendtagsbild könnt Ihr hier lesen:
> Text_zum_Jugendtagsbild.pdf (761,64 KB; Dateityp: pdf)